Mit diesen 5 Tipps reduzierst du die Absprungrate auf deiner Website

Absprungrate reduzieren mit 5 einfachen Tipps

Egal, ob du dein Unternehmen präsentieren, deine Produkte im Web verkaufen, oder einen Blog betreiben willst: Deine BesucherInnen kannst du nur dann begeistern, wenn sie deine Website nicht gleich fluchtartig wieder verlassen.

Versetze dich einfach mal in die Rolle der Anderen: Wie verhältst du dich, wenn du ein Geschäft betrittst, das du noch nicht kennst? Und was machst du, wenn du eine neue Website besuchst?

Richtig, du siehst dich erst mal um. Wie so oft ist es auch hier der erste Eindruck der den Ausschlag gibt, ob du dich wohl fühlst, ob du dir die gebotenen Produkte bzw. Informationen näher ansiehst, oder ob du ganz rasch wieder die Flucht ergreifst. Natürlich kommt es dabei auch darauf an, ob dich die Thematik prinzipiell überhaupt interessiert.

Was bedeutet das für deine Website?

Der wesentlichste Faktor, an dem du dieses beschriebene Fluchtverhalten im Netz erkennen kannst, nennt sich “Absprungrate”: Anders als unser Titelbild vielleicht suggeriert, hat der Begriff jedoch nichts mit FallschirmspringerInnen zu tun. Die Absprungrate gibt vielmehr den Anteil der BesucherInnen an (in Prozent), die deine Website nach dem Aufruf einer einzelnen Seite gleich wieder verlassen. Dieser Wert wird dir von ➔ Google Analytics genauso wie von allen anderen gängigen Website-Tracking Systemen ausgegeben. Eine geringe Absprungrate ist dann erstrebenswert, wenn der Erfolg deiner Website von der Interaktion mit den UserInnen abhängt  (wie dies bei den meisten  Websites der Fall ist).

Um die Absprungrate zu reduzieren, musst du zuerst verstehen, warum ein Teil deiner BesucherInnen gleich wieder kehrt macht, damit du dann entsprechende Gegenmaßnahmen setzen kannst. Im Folgenden haben wir deshalb ein paar gute Tipps und Tricks für EinsteigerInnen und Fortgeschrittene zusammengestellt:

1. Vermeide lange Ladezeiten

Das Naheliegendste wollen wir gleich an den Anfang stellen: Vermeide lange Ladezeiten so gut es eben möglich ist – ansonsten kann es sein, dass deine Website von den BesucherInnen bereits wieder verlassen wird, bevor sie überhaupt vollständig geladen ist. Potenziell interessante Informationen können so gar nicht erst wahrgenommen werden.

Große Bilder, komplexe, verschachtelte Programmierung und fehlende Optimierung für verschiedene Endgeräte können die Ladezeiten stark verlängern. Auch die gleichzeitige Einbindung einer Vielzahl von Drittanbieter-Systemen (beispielsweise zum Tracking oder zur Auslieferung von Werbung) verlangsamt deine Site. Und natürlich ist auch die Anbindung des Servers, auf dem deine Website liegt, relevant.* Jede Kleinigkeit, die du diesbezüglich veränderst, kann eine große Auswirkung auf die Ladezeit und damit auch auf die Absprungrate haben.

 Tool-Tipp  Wenn du die Geschwindigkeit deiner Website testen willst, so finden sich im Netz dazu einige gute Hilfsmittel. Auch Google stellt dir mit ➔ Page Speed Insights ein diesbezügliches Tool zur Verfügung. Du gibst dabei einfach nur die Adresse ein und klickst auf “analysieren”. Google scannt dann die Website und schlägt dir einige gezielte Verbesserungsmöglichkeiten vor.  Auch wenn es dir aus technischen Gründen vielleicht nicht möglich ist viele der vorgeschlagenen Änderungen umzusetzen, so findet sich vielleicht doch der eine oder andere nützliche Ansatz darunter.

2. Gestalte deine Website einfach und übersichtlich

Wenn die UserInnen erst einmal auf deine Website gelangt sind, hast du bereits den ersten wesentlichen Schritt erreicht. Aber Vorsicht: Wenn sie sich nicht auf deiner Website zurechtfinden oder das Gefühl haben irgendwo falsch gelandet zu sein, sind sie auch gleich wieder weg! Gestalte deine Website deshalb möglichst einfach und übersichtlich.

“Weniger ist mehr” gilt gerade auch, wenn es um die grafische und inhaltliche Gestaltung von Websites geht: Zu viele einzelne Elemente wirken verwirrend und lenken eher ab. Versuche stattdessen mit wenigen Elementen und einer deutlichen, plakativen Darstellung den Fokus gezielt dorthin zu lenken, wo du ihn haben willst. Dies gilt für das Layout genauso, wie für die Gestaltung der Texte und für die Auswahl der Bilder.

Ebenso solltest du auch bei der Gestaltung des Menüs mit Bedacht vorgehen: Ein einfacher Aufbau mit wenigen Menüpunkten ist einem überfüllten Menü mit vielen Untermenüs jedenfalls vorzuziehen.**

Achte aber auch auf die Lesbarkeit deiner Texte: Verwende größere Schriftarten und unterteile deine Texte in Absätze. Wenn deine Texte zu lang werden, kannst du Zwischenüberschriften zur Auflockerung und Gliederung verwenden.

Wie bereits erwähnt, sollte sich dein Webauftritt auch an die verschiedensten Endgeräte anpassen. Das Stichwort hierzu heißt “Responsive Design”: Darunter versteht man die entsprechende Gestaltung und Programmierung einer Website, sodass sich die Darstellung automatisch an die vorhandene Bildschirmgröße und Auflösung anpasst. Auch die Art der Interaktion (Mauscursor, Finger, Sprache) muss dabei berücksichtigt werden.

 Marketing-Tipp  Wenn du Zugang zu entsprechenden Analyse-Tools hast, kannst du die Wirkung von verschiedenen Darstellungsvarianten und Layouts auch mit sogenannten A/B Tests untersuchen. Hierbei wird beispielsweise eine Landingpage bewusst auf zwei verschiedene Arten gestaltet, um dann zu testen, welche Variante bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen besser ankommt.**

3. Verbessere die Qualität deiner Inhalte

Was für das Design gilt, gilt natürlich auch für den Inhalt deiner Website: Damit die UserInnen nicht das Gefühl haben, ausgenutzt oder gar über’s Ohr gehauen zu werden, müssen die Inhalte authentisch, glaubwürdig und seriös sein.

Versuche deshalb herauszufinden, welche Inhalte für deine Zielgruppe relevant und interessant sind, berücksichtige die Erwartungen der UserInnen und verzichte auf all den anderen unnötigen Ballast. “Zugespammt” wird man im Netz ohnedies schon genug!

Wichtig ist auch, dass du die Texte auf deiner Site möglichst kurz, prägnant und einfach formulierst! “Fachchinesisch” solltest du nur dann verwenden, wenn es unbedingt notwendig ist – gerade dann gilt es aber diese Begriffe entsprechend zu erklären. Du wirkst keinesfalls “toller” oder “professioneller”, wenn du möglichst viele Fachworte und Abkürzungen in möglichst lange verschachtelte Sätze packst.

Die Qualität der Inhalte ist außerdem auch ein wesentliches Merkmal für die Bewertung deiner Website durch Google und andere Suchmaschinen. Hochwertiger Content trägt so nicht nur ganz entscheidend zur Reduktion der Absprungrate, sondern auch zur Erhöhung der Anzahl an aufgerufenen Seiten, zu längerer Verweildauer und ebenso zu einem besseren Suchmaschinen -Ranking bei.

4. Überflute deine BesucherInnen nicht mit Werbung

Natürlich will man gerne mit der eigenen Website Geld verdienen, schließlich hat man ja auch viel Arbeit hinein gesteckt. Während man als BetreiberIn eines Webshops direkt Waren verkaufen kann, bleiben aber z.B. bei einen Blog oft nicht viele Alternativen zur Schaltung von Werbung. Vor allem ➔Googles AdSense Programm wird diesbezüglich nur allzu gerne genutzt, kann man damit doch auch als BetreiberIn einer kleinen Website bereits etwas Geld verdienen.

Vergiss aber auch dabei nicht, dich in die Rolle der BesucherInnen deiner Site zu versetzen: Du selbst willst schließlich auch nicht auf einer Website mit einer Unmenge an Werbung konfrontiert werden. Das wirkt nicht nur reizüberflutend, sondern auch nicht gerade seriös oder vertrauenserweckend. Wie immer gilt es einfach das richtige Maß zu finden. Im Zweifelsfall heißt es also auch hierbei  wieder: “Weniger ist mehr”.

5. Sprich die richtigen Personen an

All die genannten Maßnahmen helfen aber kaum, wenn es dir nicht gelingt, tatsächlich jene Personen anzusprechen, die Interesse an deinen Inhalten haben und denen deine Website wirklich nützt. Damit du das erreichen kannst, musst du deine Site auch entsprechend für Suchmaschinen optimieren:

Stimme deine Keywords (die Schlagworte deine Website für die Suchmaschinen) auf das gewünschte Publikum ab und vergiss nicht überall dort interne Verlinkungen zu setzen, wo es tatsächlich Sinn macht!

 Marketing-Tipp  Hast du erst einmal eine passende Zielgruppe definiert, kannst du außerdem auch die Schaltung von ➔ Adwords-Anzeigen in Erwägung ziehen (das sind die gesponserten Anzeigen auf den Google Suchergebnis-Seiten). Auch mit kleinen Beträgen kannst du damit bereits gezielt UserInnen erreichen, die genau an deinen Inhalten, Produkten, etc. interessiert sind. Diese haben von Vornherein eine geringere Absprung-Wahrscheinlichkeit und lösen im Idealfall sogar noch weitere, organische Zugriffe aus.**

Wenn du nun nur ein paar dieser Tipps umsetzen kannst und du gleichzeitig versuchst, einen echten Mehrwert für deine BesucherInnen zu schaffen, wirst du schnell entsprechend messbare Erfolge erzielen können! Doch selbst wenn du alles so gut wie möglich berücksichtigt hast, darfst du dir keine Wunder erwarten: Da die üblichen Absprungraten sehr vom Inhalt und vom Thema der Site abhängen***, kann man kein pauschales Ziel angeben – eine nullprozentige Absprungrate wird man nie erreichen können, eine signifikante Reduktion aber schon!


* Wenn du Fragen zum Thema Serveranbindung und Hosting von Websites hast, steht dir unser Support-Team immer gerne zur Verfügung!

** Bei Interesse deinerseits können wir in späterer Folge gerne noch zu einem der aufgezählten Themen einen eigenen, tiefergreifenden Artikel posten. Lass es uns einfach in den Kommentaren, oder per E-Mail wissen!

*** Die Spanne der durchschnittlichen Absprungraten reicht von 10% bis zu 80%, einfache Landingpages liegen sogar oft noch höher – siehe z.B. ➔ Adobe Digital Index